Was macht dieser Stoffwechsel / Metabolism mit uns?

Unterernährung. Starvation Mode. Stoffwechsel wird runtergeschraubt.

Sagen wir, Dora leidet unter einer Essstörung und hungerte sich ständig runter. Nun ist sie in Behandlung und will selbst auch wieder gesund werden. Das Essen fällt ihr dennoch wahnsinnig schwer. Sie plagt ständig das schlechte Gewissen, ihre Gedanken drehen sich nur um das eine Thema, sie zählt Kalorien, kontrolliert sich und ihre Mitmenschen. Sie ist gefangen in einem Kreislauf und will da wieder raus. Dora sagt: „Ich esse ja eigentlich eh voll gern, doch ich vertrag nicht so viel wie andere. Ich nehme dann viel zu schnell zu. Warum ist das nur bei mir so?!“

Und da will ich ansetzen. Erstens ist das nicht nur bei ihr so, zweitens gibt es in dem Sinne kein „Vertragen“ von Essen und drittens kann man diese Symptome wissenschaftlich erklären. Jedes Lebewesen hat es verdient soviel zu sich zu nehmen, dass es nicht ständig hungern, sich einschränken und 24/7 über das Essen Gedanken machen muss. Hab ich das Gefühl, dass das zutrifft, dann sind das klare Alarmsignale, da läuft etwas in die verkehrte Richtung.

Doras Stoffwechsel muss wieder angekurbelt werden um all das zu durchbrechen.

Und wie gelingt das? – Mehr Essen!

Es ist eine klare Formel:

Schränke ich meine Essens-Aufnahme ein – so wird mein Stoffwechsel auch langsamer.

Steigere ich wieder meine Essens-Aufnahme – so wird mein Stoffwechsel auch wieder beschleunigt und das wird Dora mit „mehr Essen vertragen“ bezeichnen.

Ich sag’s immer wieder: unsere Körper sind genial und äußerst klug! Gebe ich ihm meinem individuellen Bedarf entsprechend zu wenig Essen, schaltet der Körper in den Überlebens-Modus. Er überlegt, was er am dringendsten zum Überleben braucht und was abgeschaltet bzw. eingeschränkt werden kann.

 

Was passiert bei diesem Überlebens – Modus?

Der Körper missachtet jene Tätigkeiten:

  • gesteigerten, aktiven Stoffwechsel
  • Temperaturhaushalt (deshalb sind Doras Hände auch immer so kalt)
  • Zellen-Erneuerung
  • Hormon-Produktion (deshalb hat Dora auch schon seit längerer Zeit ihre Periode nicht mehr)

Also lässt er diese Funktionen einfach auf der Strecke und konzentriert sich auf lebensnotwendige Funktionen vom Herz, der Lunge, dem Gehirn und er speichert auch jede kleine Form von Nahrungsmittel in unsere Fett-Depots. Würde er das nicht machen, wäre Dora schon längst tot.

Die Frage ist somit beantwortet, wenn Dora verzweifelt fragt: „Wieso nehme ich dennoch mit nur 1500 Kalorien / Tag zu, obwohl alle rund um mich mehr essen, aber ihr Gewicht halten können?“

Die Antwort: Weil Doras Stoffwechsel kaputt ist und ihr Körper sich im Überlebens-Modus befindet.

 

„Kann ich meinen Stoffwechsel wieder reparieren?“

Ja, kann man, jederzeit und am besten gleich heute!

Der Körper will Dora wieder vertrauen können. Er will sich sicher sein, dass er längerfristig ausreichend ernährt wird, dass er wieder Energie hat, dass er sich wieder bewegen darf (Sport und Exercise ist hier ein anderes Thema, auf das ich später näher eingehen kann). Doch solange er diese Unsicherheit verspürt, wird er nicht alle biologischen Funktionen komplett ausführen können.

Nun um den Stoffwechsel wieder anzukurbeln, muss Dora ihre Nahrungsaufnahme stetig steigern. Stück für Stück, sodass sich ihr Körper wieder daran gewöhnt. Mir persönlich wurde empfohlen ca. 100-200 kcal pro Woche zu steigern, bis man seinen individuellen Set-Point (=Wohlfühlgewicht, unten im Artikel mehr davon) erreicht hat. Aber da muss jeder in sich reinhören, mit welchen Steigerungs-Intervallen man sich wohlfühlt. Und nein – trotz Ratgeber auf Müsli Verpackungen sind 2000 kcal nicht der durchschnittliche tägliche Energiebedarf von Erwachsenen. Studien haben dies mehrfach bewiesen, dass das eine veraltete Rechnung ist. Zwei Quellen habe ich dazu gefunden, die das bestätigen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1454084

http://www.theatlantic.com/health/archive/2011/08/why-does-the-fda-recommend-2-000-calories-per-day/243092/

Doras Körper wird es ihr danken, nicht nur, dass sie wieder essen kann worauf sie Lust und Laune hat, dass sie auch wieder andere Romane lesen kann, nicht nur auf Rezepte uns Essensbilder fokussiert ist, dass ihre Hormone wieder reguliert werden und die Erdbeertage zurückkommen, ihre Hände wieder Normaltemperatur haben, die Haare an ihrem Kopf nicht ständig ausfallen, und vor allem auch, dass ihr eigener Körper ihr wieder vertraut und sich sicher fühlt.

Ich weiß, Zunehmen kann wirklich gruselig und angsterfüllend sein, doch glaubst du wirklich, dass Dora ihr ganzes Leben lang in diesem Gedankenskreisel leben will – obwohl sie doch eigentlich ganz andere Interessen, Stärken und Wünsche hat? Ist ein dünner, kranker Körper mit einer noch viel traurigeren Seele das wert, nicht Gewicht zu zu nehmen um dann wieder gesund zu sein?

Was ich garantieren kann, und ich bin ein lebendes Beispiel dafür:

  • Du und Dora nehmt nicht euer ganzes Leben lang zu!
  • Du und Dora hört auf zu zu nehmen, wenn ihr euren individuellen, sogenannten Set-Point erreicht habt, wo sich der eigene Körper wohl fühlt und der Stoffwechsel wieder normal funktioniert.
  • Dein und Doras Stoffwechsel wird wieder anfangen sich anzukurbeln und dann könnt ihr essen, was ihr möchtet ohne euch je wieder in eurem Leben einschränken zu müssen. Kannst du dich an deine Kindheit erinnern, wo du alles essen konntest ohne schlechte Gedanken? Das kannst du wieder erreichen!

Ich glaube wahrlich an die Set-Point Theorie. Dein Individueller Set Point, wo der Körper mit dir im Reinen ist und du essen und trainieren kannst, was du willst ohne drastisch daran was zu ändern.

Also:

  1. Stoffwechsel langsam ankurbeln.

  2. Deinem Körper Zeit geben.

  3. Und auf deinen Set-Point warten und darauf vertrauen.

So hat’s bei mir funktioniert, dann schafft das auch klarerweise Dora und auch du!

PS: Because diets suck and set-point rocks! –> Meine Devise 🙂

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Chia Pudding

Zutaten: (1 Portion)

So geht’s:

  • Die 2 El Chia Samen mit der pflanzlichen Milch, Zimt und Zucker in einer Müslischüssel vermischen, gut verrühren und mind. 4 Stunden kühl stellen (am besten über Nacht)
  • Wenn eine glibberige, Pudding Masse entstanden ist, kann es nach Lust, Laune und Gusto mit verschiedenen Früchten geschmückt werden.
  • Rosinen, kleine Dattelstücke und gehackte Cashewnüsse sind auch superlecker dazu!

 

 

1000 Küsschen sendet moptimind

Minnie Maude

Minnie Maud ist eine Methode zur Heilung von Essstörungen. Sie wurde von der Amerikanerin Gwyneth Olwyn ins Leben gerufen.

Das Experiment

Der Name basiert auf der 1944 durchgeführten Minnesota Studie von dem Ernährungswissenschaftler Ancel Keys. Der Amerikaner Keys wollte den körperlichen und geistigen Zustand nach einer verstärkten Mangelernährung erforschen. In dieser Studie hungerten sich 32 männliche, normalgewichtige und gesunde Männer ein halbes Jahr auf ein sehr niedriges, gefährliches Gewicht herunter. Die Probanden nahmen nur mehr ca. 1500 Kalorien pro Tag zu sich, also viel zu wenig für ihren Bedarf. Die Männer bekamen auf einmal Angst vor dem Essen, betraben exzessiv Sport, bekamen Depressionen, dachten rund um die Uhr an Essen (einige Männer begannen auch Rezepte zu sammeln) und zwei von den Testpersonen begannen sogar sich nach einer Mahlzeit auf der Toilette zu übergeben. Ebenso war ein vermehrter Kaugummi- und Zigarettenverbrauch als Alternative zum Essen zu beobachten. Viele hatten kein normales Essverhalten mehr und nahmen anorektische und bulimische Züge an. Nach diesem halben Jahr sollten sie ihre Kalorienaufnahme wieder steigern und beinahe alle Probanden bemerkten das Symptom von Heißhungerattacken und auch gesteigerten Appetit. Sie betrieben keinen Sport mehr, und versuchten sich wieder auf andere Dinge zu konzentrieren. Anfangs nahmen sie schneller zu, da der Körper den eigenen Stoffwechsel herunter gekurbelt hatte, und die ganzen verloren gegangen Muskeln wieder aufgefüllt werden mussten. Man spricht von Wasseranlagerungen, die sich mit der Zeit aber wieder normalisieren. Nach einer Zeit pendelte sich das Gewicht, wieder ein, wo sich deren Körper wieder wohl fühlte (meist das Gewicht, das sie vor der Studie hatten.) Dies wird auch der Set-Point genannt. (In einem weiteren Blog Post kann ich näher auf diese Set-Point-Theorie eingehen, da mir die wahrlich die Augen geöffnet hat!)

Manche Probanden gaben auch nach der Studie an, dass sie mehr als zuvor aßen, dennoch ihr Gewicht (also Set-Point) hielten. Desto mehr sie zu sich nahmen und einem gesunden Körper näher kamen, desto mehr wurde auch ihr Geist wieder geheilt und normale, alltägliche Dinge begannen sie wieder zu interessieren.

Die Grundprinzipien von Minnie Maude

Mit diesem Hintergrundwissen schuf also Gwyneth Olwyn die Minnie Maud Methode, die auf 3 Grundprinzipien basiert:

–> Nimm MINIMUM (!!!) 2500 kcal – 3000 + kcal am Tag zu dir

–> kein Sport

–> kein Wiegen

Die grundsätzliche Idee hinter Minnie Maud ist, dass unterernährte Frauen oder Männer, egal welches Alter, egal welche Größe, welches Gewicht und welchen Hintergrund, wieder auf ihr sogenanntes Wohlgewicht kommen. Wohlgewicht ist auf der englische Webseite für die Minnie Maud Studie (www.youreatopia.com) als „Set point“ deklariert. Das heißt, dass das Gewicht bei einer normalen, ungezwungenen und ausreichenden Nahrungsaufnahme auf einem bestimmten, für den eigenen Körper vorbestimmten Gewicht stehenbleibt. Um zu diesem natürlichen Set-Point wieder zurück zu kommen, braucht der Körper sehr viel Energie. All das, was zuvor eingeschränkt wurde, muss wieder aufgeholt werden. Muskeln müssen komplett repariert werden, die Knochen (und Knochendichte – Osteoporosis – Gefahr!), das Gehirn etc. Das braucht ganz viel Energie! Essgestörte Menschen, die gewohnt waren, sich nur von 1000 Kalorien pro Tag (oder sogar noch weniger!) zu ernähren, nehmen natürlich auch mit 2000 Kalorien pro Tag zu. Ja, sie können auch ein gesundes Gewicht mit einer Durchschnittsmenge von täglich 1500 Kalorien erreichen. Doch die ganzen Schäden, die dem Körper während der Restriktion zugefügt wurden, können nicht gänzlich repariert werden. Das für mich bedeutendste und eindeutigste Beispiel, dass der Körper nicht gänzlich intakt ist, ist der weibliche Zyklus, der bei zu weniger Energie nicht funktionstüchtig ist und auch nicht werden kann.

Und deshalb dient Minnie Maud sozusagen als Reparatur deines Körpers und deiner Seele.

Die Studie zeigt, dass man auch als klitzekleine, zierliche, junge Frau mindestens 2500-3000 Kalorien braucht, um den natürlichen Set-point zu erreichen und um alle Schäden gänzlich zu reparieren.

BMI, der Body Mass Index, erklärt, dass der gesunde Normalbereich zwischen 19-24 liegt. Und darin liegt auch meistens der natürliche Set-point. Bei manchen Personen pendelt es sich bei 19 ein, sodass sie das Gewicht ohne Nachdenken mit viel Nahrung halten können, bei manchen ist es 24.

Jeder Körper ist anders, und auf diese Weise schön und einzigartig!

Weiters wird der Stoffwechsel („Metabolism“) angekurbelt. Also ganz einfach gesagt: Beim angekommen Set point und natürlichem Wohlfühlgewicht, kann man schon eine ganze Menge verdrücken, ohne zuzunehmen! Der Mensch und so auch der Körper gewöhnt sich nach einer Weile an diese Menge und nimmt nicht mehr zu. Er stoppt und fühlt sich somit wohl. (Aber ein ausführlicher Artikel zum Stoffwechsel und wie jener angeheizt wird, wird auf diesem Blog auch bald erscheinen 🙂 )

Ja, die Veränderung ist wohl das schwierigste zu akzeptieren. So wie man zuvor gewohnt war, fast nichts zu essen und exzessiv Sport zu treiben, so gewöhnt man sich auch größere Mengen zu essen und auf Sport zu verzichten (bzw. langsam wieder anzufangen).

Und auf einmal hast du wieder Zeit, die Welt wieder ganz neu zu entdecken. Worum es wirklich geht in diesem Leben! Nicht Essen, Figur, Gewicht und Kalorien. Nein, es geht um die Faszination dieser genialen Welt ❤

Der Körper verändert sich, und das ist anfangs ganz schwer zu akzeptieren. Ja, es ist hart, keine Frage! Doch man gewöhnt sich dran, und es ist der einzige Weg, in Frieden mit sich selbst und der Welt zu sein.

Du willst ja gesund sein, oder nicht?

Kleide dich gemütlich, bitt Vertrauenspersonen dich zu unterstützen, versuche wieder das Essen zu schätzen und zu ehren, zünde dir Kerzerl an, wenn’s dir mal nicht so gut geht, lese viele Romane, schaue Netflix, bastel, mach deine eigenen Collagen, kuschel mit deinem Haustier oder mach, was immer dich entspannt und dir Freude bereitet. Mach dir eine schöne Recovery Phase, du hast es dir verdient!

Lerne den Fokus wieder auf andere Dinge zu verlegen, und bewundere die Welt. Sie bietet so viel, und du hast wieder die Möglichkeit, alles aufzusaugen was du willst. Raus aus der recovery-food-blogs-Kalorien-Gewicht Blase – und rein in die Welt mit deinen vielfältigen Interessen, die dir heute vielleicht noch unbekannt sind. Triff Freunde, bereis die Welt, les den ganzen Tag und kümmere dich um arme Straßenhunde. Was auch immer – beschütze deinen Körper, gib ihm reichlich Energie, sodass ihr gemeinsam wieder tolle Dinge entdecken könnt ❤

Challenge accepted?! Und leg los mit deiner eigenen Recovery. 🙂

Coole Damen, denen man folgen sollte und dir mir auf sozialen Netzwerken wahrlich geholfen haben:2BB2E6CE00000578-3212588-image-a-18_1440664929265

  • Amalie Lee: eine norwegische Dame, die auch 2107 ihr erstes Buch über das Thema Recovery und Minnie Maude Theorie herausbringt. Ich habe sie das erste mal auf Instagram entdeckt: https://www.instagram.com/amalielee/

 

 

  • Vanessa: eine deutsche Dame, die einen langen Kampf hinter sich hat, aber mithilfe von der Minnie Maude Methode zu sich selbst wieder zurück gefunden ha12728484_953088358074448_944530752_nt. Eine ganz liebe, schöne, junge Frau, die auf Instagram schon viele bewegen und motivieren konnte: https://www.instagram.com/healthy_vansi/?hl=de

 

 

 

 

  • Julia: eine amerikanische Dame, die überaus offen über ihre Krankheit ufdcd5586abac00f0660190176eb15ecand ihr Leben spricht. Sie wirkt wahnsinnig sympathisch und mit ihren süßen Grübchen ist sie einfach eine lebensfröhliche, tolle Persönlichkeit. Mit „What I eat in a day“ – Minnie Maude Tagebüchern, konnte sie viele überzeugen, dass man mit schönem, schlanken Körper nicht hungern muss. Sie schreibt den Blog: http://www.dropsofjules.com

 

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  • youreatopia: Eine Website von Gwyneth Olwyn, die das alles ins Laufen brachte: viele gute Artikel, gute Recherchen und Studien zu der Minnie Maude Methode. Hut ab!: http://www.youreatopia.com

 

 

 

Ich hoffe euch hat dieser Blogtext gefallen. Wenn ihr noch mehr zu Recovery und zur Minnie Maude Methode wissen wollt, dann schreibt mir einfach 🙂

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1. Rezept: Hummus – Tomaten – Rucola Bagel

Hallihallo!

Ich lebe mit meiner besten Freundin in einer klitzekleinen Wohnung, dementsprechend groß bzw. klein ist auch unsere Küche. Nichtsdestotrotz steh ich gern darin und zauber etwas Schönes und Leckeres mit dem Kochlöffel. Meine Rezepte sind nicht spektakulär aber superduper lecker!

Wenig Zutaten, wenig Hokuspokus, doch mit viel Geschmack und lots of looooove 🙂

Once in a while teil ich nun also auch einen Rezept-Post mit euch.

Mein erstes Rezept soll meinem all-time-favourite gewidmet werden. Geht’s mir nicht gut, geht’s mir super gut, habe ich eine fette Prüfung geschafft, oder will ich was anderes mit wem feiern, dann gibt’s … (-trommelwirbel-) …

Bagel mit Hummus, getrockneten Tomaten und Rucola.

Das wird ein Festschmaus, los geht’s!

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Bombastische Bagels haben auch die beiden bei Bagels & Beans probiert: brugesvegan.com

Bagels:

Zutaten: (für 4 Portionen)

  • 250 g Mehl (ev. Vollkornmehl)
  • 0,5 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Sirup
  • 1 EL Salz
  • 170 ml Wasser
  • 1 EL Chia Samen / Leinsamen (aber kein Problem, wenn nicht vorhanden)
  • zum Garnieren Mohn / Sesam / Kürbiskerne / Sonnenblumenkerne

So geht’s:

  • Teig aus allen Zutaten kneten und 40 Minuten rasten lassen.
  • Kugeln formen und wieder 5 Minuten rasten lassen.
  • Bagels mit Loch formen (aber ich glaub, ihr wisst wie Bagels aussehen 🙂 )
  • Großes Wasserbad mit Salz aufstellen, aufkochen lassen und Bagels darin schwimmen lassen, bis sie wieder an die Oberfläche stoßen.
  • Bagels auf ein Blech legen, mit Deko garnieren und bei 180° 20-30 Minuten backen.

Hummus (klassische Variante):

Zutaten: (für 4 Portionen)

  • 250 g Kichererbsen (ev. getrocknet – schon über Nacht eingelegt, oder fertige aus der Dose)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe (zerdrückt)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
  • 1 TL Paprikapulver

So geht’s:

  • Alle Zutaten gut mixen und fertig – wirklich, da steckt nicht mehr Hokuspokus dahinter 😉

Put it all together:

Restliche Zutaten:

  • 4 getrocknete Tomaten
  • 2 Hände voll von Rucola

So geht’s:

  • Schneide die Bagels auf, schmiere reichlich Hummus darauf und garniere es mit den kleingeschnittenen getrockneten Tomaten (ev. auch frische Tomaten), dem Rucola und mit der anderen Bagelhälfte zuklappen.

Und nun: Genießt dieses Genuss-Abenteuer 😀

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Was ist eine Essstörung? Klischees werden aufgedeckt!

Eine Essstörung ist nicht gleich eine Essstörung, so wie ein Apfel keine Birne ist, sowie Microsoft nicht Linux ist.

Eine Essstörung ist ein Überbegriff für zahlreiche Diagnosen wie

  • Anorexia Nervosa (Magersucht)
  • Bulimie (Ess – Brech – Sucht)
  • Ess – Sucht (Ess – Attacken, können zu Adipositas führen)
  • Binge Eating
  • Orthorexia Nervosa (in einem weiteren Post werde ich näher darauf eingehen)
  • Anorexia Athletica (Sport – Sucht)
  • Pica – Syndrom (Essen von ungewöhnlichen Dingen, wie Papierschnipsel, Erde, Kot…)
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Essen befindet sich nicht im Magen, sondern hauptsächlich im Kopf…

All diese Diagnosen stehen in dem ICD-10 Katalog und werden nach dessen Leitlinien klassifiziert. Alle Störungen haben unterschiedliche Ausprägungen und Ursachen, was jedoch auf alle zutrifft, ist die andauernde Beschäftigung mit dem Thema „Essen“, das den Alltag beeinträchtigt und als anstrengend empfunden wird. Essstörungen sind psychosomatisch, das heißt, dass sowohl die Seele (altgriechisch für psycho) als auch der Körper (altgriechisch für soma) zusammenhängen. Eine Essstörung wird ausgedrückt durch eine Veränderung der Nahrungsaufnahme (entweder Verweigerung oder übermäßige Aufnahme), ebenso eine psychosoziale Störung kombiniert mit einem krankhaften Verhältnis zum Körper. Diese Störungen bleiben oft lange unentdeckt und werden verharmlost, doch die Krankheit kann lang anhaltende und ernste Gesundheitsschäden aufwerfen.

Soweit zur Theorie.

Aber hinter dieser Theorie steckt so viel mehr. SO VIEL MEHR!

Eine Essstörung, ja generell psychische Krankheiten sind nach wie vor in unserer Gesellschaft Tabu Themen, über die man nicht redet. Habe ich mir ein Bein gebrochen, hat der Patient einen Lungenkrebs, oder leidet diese Dame unter Rheuma, wird das viel eher von der Gesellschaft akzeptiert und darüber geredet. Mit solchen Krankheiten kommt man ja auch nicht in die Klapse, in die Psychiatrie, in die Anstalt für Geistesgestörte / Psychos… Ich rede nicht nur von anderen Menschen die so denken. Ich nehme mich da selbst nicht raus – eine Essstörung war für mich so etwas Unvorstellbares: „Sie soll doch einfach essen, und dann hat sich die Geschichte“. Ich weiß auch noch, wie ich mit meinen Eltern meine Oma im Seniorenheim besuchte und sie mir erklärten, dass sich nebenan eine Psychiatrie befindet. „Boah – da sind sicher wilde Gestalten drin.“ So dachte ich und dass ich selbst so eine wilde Gestalt werden würde, das war mir damals noch wahrlich nicht bewusst. Und all diese Gedanken spuken bei vielen stets noch herum, Klischees von psychischen Störungen, aber auch generell von Anorexia Nervosa sind präsent. Das macht mich zugleich traurig und auch wütend. Genau deshalb liegt es mir am Herzen darüber zu reden, Tabu – Themen auf zu brechen und mal die Karten offen auf den Tisch zu legen.

Brechen wir den Klischee Zyklus!

  • Medien, Models und Hochglanzmagazine sind nicht immer die Ursache!

 

  • Nein, es geht nicht nur um die Schönheit!

 

  • Nein, es geht nicht nur um’s Essen!

 

  • Nein, Essen alleine von Fast Food heilt mich nicht!

 

  • Nein, eine Essstörung ist nicht nur ein klassisches „Mädchen – Tussi – Ding“!

 

  • Es gibt nicht nur eine Ursache für eine Essstörung!

 

Es ist eine psychische Störung, die meist ganz viele Ursprünge, Auslöser haben kann. Essensverweigerung, das Herunter-Hungern, die Körper–Fixiertheit, die Essens–Fixiertheit, die Sport–Sucht etc. sind alles nur Folgen. Ebenso gibt es keine klassische Anorexie–Diagnose, denn dies sind alles nur Kategorien und Symptome, um es irgendwie messbar und somit therapierbar zu machen. Denn bei jedem sieht die Störung anders aus, jeder hat eine andere Vorgeschichte, andere Hintergründe.

Jeder ist anders und jeder braucht etwas anderes.

Bei mir zum Beispiel ging es nicht um Schönheit, es ging nicht um Schönheitsideale in Hochglanzmagazine oder in den Medien. Daran war ich davor auch nie interessiert. Ich mochte mich schlichtweg selbst nicht und wollte mich ständig bestrafen, weil ich gefühlt alles falsch machte, was nur ging.

„Ich habe mir kein Essen verdient. Ich habe auch nicht verdient von anderen gemocht zu werden, denn ich bin ein Scheiß Mensch. Warum bin ich hier eigentlich? Du bist nicht gut genug. Du bist nicht gut genug. Du bist nicht gut genug.“

Ganz intensiv verspürte ich das Gefühl, dass  von mir als Person so wenig wie nur möglich auf dieser Erde existieren sollte. So dachte ich und schränkte mich ein, immer mehr und mehr. Ich verbot mir alles, hatte den drang alles perfekt machen zu müssen und kontrollierte mich dabei. Und das konnte ich auf einmal, da war ich richtig gut darin! Ich konnte mich selbst hassen, mich selbst kontrollieren und bestrafen. Ich wurde kleiner und kleiner: mein Körper, meine Seele, mein wahres Ich. Und auf einmal bekam ich Aufmerksamkeit, die Leute nahmen mich wahr, ob im positiven oder negativen. Das war egal, sie nahmen mich wahr. Deshalb machte ich weiter, und konnte nicht mehr aufhören. Ich war gefangen.

Bei mir ging es also sehr viel um Selbstliebe und ich meine auch bei so vielen anderen Betroffenen.

„Lerne dich mit all deinen Stärken und Schwächen lieben“, so sagt man und es stimmt.

Und genau darum ging’s bei mir in der Behandlung von einer Essstörung.

Würde ich mich noch immer als so eine wilde Gestalt bezeichnen? So ein Psycho?!

Ich persönlich habe auch lange damit gekämpft über meine Magersucht zu sprechen. Ja, schon alleine das Schreiben dieser Krankheit ist immer noch etwas ungewohnt. Ich hab mich immer dafür geschämt, wollte, dass die anderen kein komisches Bild von mir haben. „Ich bin eh ganz normal und war das auch immer.“

Aber wieso? Wieso sollte ich mich für etwas schämen, für das ich nichts kann? Glauben andere, ich wollte unbedingt vier Jahre lang mit mir selbst und meinen Mitmenschen kämpfen und streiten? Wollte ich unbedingt zweimal ins Krankenhaus und meine sozialen Kontakte verlieren? Wollte ich unbedingt weinen? Wollte ich nicht einfach ganz normal sein wie all die anderen – essen können, auf Parties gehen und das Leben genießen? Ich wollte einfach ganz normal sein.

Normal. Normal. Normal.

Und dafür habe ich gekämpft und gewonnen. Und verdammt noch mal, darauf kann man ehrlich stolz sein! Das war auch ein Grund, warum ich mich dazu entschlossen habe, diesen Blog zu starten. Ich will mich nicht mehr dafür schämen! Ich möchte selbstbewusst davon erzählen, meine Erfahrungen mit anderen teilen und damit vielleicht auch eine Unterstützung für manche sein. Denn man kann es schaffen – SERIOUSLY! Ich bin ein lebendes Beispiel dafür, dass man die Kack–Krankheit echt besiegen kann. (Ja, so darf man die Störung echt bezeichnen, das hat sie verdient 😀 )

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Also, nimm dein Leben in die Hand! Hol dir Hilfe, denn du bist nicht allein.

Und weißt du – ich bin auch da.

Wenn du Hilfe, Tipps und Tricks brauchst, dann meld dich. Schreib Kommentare unter Blog – Texte oder schreib mir direkt eine Mail. Denn du kannst es schaffen! Wenn ich das schaff, schaffst du das auch. Das ist klar wie Kloßbrühe 🙂

Für eine gesunde, natürliche, faire Welt – Prost! 🙂

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Unsere innere Balance

In meinem ersten Blogtext soll es um ein Thema gehen, das uns unser ganzes Leben lang begleiten wird: die innere, ganz persönlichen Balance, wo wir uns mit uns selbst und der Umwelt wohlfühlen.  Die Suche nach dieser Balance wird nie aufhören – und gerade das macht es so spannend. Ein ewiges Hin- und Herschaukeln, das unser Leben so dynamisch macht 🙂

Fühlst du dich wohl mit dir selbst? Fühlst du eine innere Balance?

Balance is the key. Wie cheesy das auch klingt – ich steh drauf!

Ich steh auf das Gefühl mich rund zu fühlen.

Ich steh drauf ausgewogen zu leben.

Ich steh drauf mit meinen Freunden mit einem Lachkrampf im Bus zu sitzen,

aber auch in einem verruchten Philosophen-Cafe die Welt zu verändern.

Ich steh auf Nachos, ich steh auf steirische Äpfel.

Ich liebe die Nacht durch zu tanzen (an alle Wiener-Bazis: Silent Disco it is 🙂 ), doch ich mag auch meine Maria-Dates mit Kerzerl und einem guten Buch.

Ich geh gern laufen, liebe aber auch Hängematten.

Ich rede gern, ich schweige gern.

Ich lache gern, weinen tut auch manchmal gut.

Ich liebe Winter und Sommer.

Ich bin die größte Friends-Suchtlerin, begeistere mich aber auch für Ö1 Journale (Austrian news).

Ja, und genau diese Balance, diese Vielfalt macht mich so rund. Ich brauche mich nicht auf irgendeine Seite schlagen, radikal mich einem Gebiet hinbegeben. Ich hab das ausprobiert, hatte schon meine manchen radikaleren Phasen durchgemacht, hat mich aber nicht glücklich gemacht. Das heißt aber nicht, dass ich es bereut habe. Nein, gerade diese Fails bringen mich weiter.

Doch nichts geht über runde Zeiten.

Stets bin ich auf der Suche nach dieser Balance, meiner inneren Ausgeglichenheit die mich rund macht. Ich habe für euch sieben wichtige Aspekte in meinem Leben zusammengefasst, die bedeutend für meine Balance sind. Mithilfe von folgenden Fragen und Denkanstößen, versuche ich und vielleicht auch ihr diese sogenannte „Rundigkeit“ (ich steh auf Neologismen 🙂 ) zu finden.

Natur :

  • stell dir vor, es gäbe Mutter Erde nicht. Wo wäre ich dann?
  • Schätze die Natur
  • Gib Acht auf sie – für unsere Zukunft
  • Was kann ich tun, um natürlich zu leben?
  • Wie kann ich bestmöglich die Erde schonen und nachhaltig leben?

Freizeit:

  • als schöner Ausgleich – finde den FLOW;
  • Was mache ich wirklich gerne?
  • Wo liegen meine Interessen?
  • Was macht mir Spaß?
  • Was kann ich gut?

PS: 50 Anregungen für neue Interessen –  Blogtext dazu folgt bald 🙂

Arbeit / Ausbildung:

  • die mich erfüllt. Finde ich einen Sinn in meiner Arbeit?
  • Freue ich mich auf die Arbeit?
  • Fällt es mir leicht produktiv zu sein und dabei noch positive Aura auszustrahlen?
  • Liegen darin meine Interessen und Stärken?
  • Kann ich mich entfalten und weiterentwickeln?

Nahrung :

  • Genuss
  • versorgt mich mit lebensnotwendiger Energie
  • Vielfältig, reichlich und natürlich
  • Saisonal, regional und fair
  • Gesund + Ungesund + lecker!!!
  • Wertschätzen

Sport:

  • im Körper wohl fühlen
  • das, was mir Spaß macht
  • fit und frisch für den Alltag fühlen
  • Adrenalin-Kick und Endorphin-Ausstoß
  • mit Freunden und Familie gemeinsam
  • alleine, um den Kopf frei zu bekommen (bei mir mit Musik und Natur ❤ )

Dankbarkeit – Achtsamkeit – Minimalismus:

  • weniger ist mehr, Besitztum macht mich nicht glücklich
  • Qualität vor Quantität
  • Fokus darauf, was mich wirklich glücklich macht
  • den Alltag wertschätzen und achtsam sein
  • Unabhängigkeit und Freiheit gegenüber äußeren Umständen

Soziale Kontakte. Liebe:

  • Wer macht mich glücklich?
  • Wo fühl ich mich wohl – so richtig pudelwohl?
  • Wo darf ich, ich sein?
  • wo finde ich die Balance zwischen Spaß und Tiefsinn?
  • Toleranz mir und anderen gegenüber

 

Das ist meine selbst definierte, persönliche Balance, die mich prägt und in der ich mich wohl fühle. Wie sieht deine Balance aus?

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